Rechtschreib- und Grammatikprüfung
Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung sofort korrigiert. Kostenlos, ohne Upload. max. 1 GB · Bis zu 1 GB · Lokal verarbeitet, nie an einen Server gesendet.
Diese Seite korrigiert einen Text, und was sie von den übrigen Werkzeugen dieser Rubrik unterscheidet, muss zuerst kommen: Im Normalfall verlässt Ihr Text den Browser. Beim Klick auf die Schaltfläche wird der Inhalt des Feldes als POST-Anfrage an api.languagetool.org geschickt, den öffentlichen Server des quelloffenen Korrekturprogramms LanguageTool, der daraufhin die Liste der erkannten Fehler und die zugehörigen Vorschläge zurückgibt.
Diese Vorschläge werden Ihnen nicht zur Bestätigung vorgelegt: Die Seite übernimmt zu jedem Fehler automatisch den ersten Vorschlag, setzt den korrigierten Text neu zusammen und zeigt darunter die Liste der Ersetzungen, jede mit der Regelkategorie, die sie ausgelöst hat. Zurück kommt also eine bereits veränderte Fassung, die gegengelesen werden muss.
Scheitert der Aufruf — keine Verbindung, gesperrte Domain, Serverfehler oder eine Antwort, die länger als neun Sekunden braucht —, übernimmt ein in die Seite eingebauter Notbehelf, der eine feste Ersetzungsliste und eine Reihe von Typografieregeln anwendet. Die Beschriftung über der Liste nennt, welches der beiden Programme gearbeitet hat: Sie ist Ihr einziger Anhaltspunkt dafür, ob der Text den Browser verlassen hat oder nicht.
So funktioniert es
- Den Text einfügen Die Online-Prüfung erfasst die ersten 19.000 Zeichen, ungefähr dreitausend Wörter; der Rest wird unverändert zurückgegeben, ohne Warnung und ohne Schnittmarke.
- Auf „Starten“ klicken Die Schaltfläche wechselt für die Dauer der Anfrage auf eine Wartebeschriftung. Nach neun Sekunden ohne Antwort wird die Anfrage abgebrochen und der lokale Notbehelf übernimmt.
- Die Beschriftung des Programms lesen Sie nennt entweder LanguageTool, dann wurde der Text an den externen Dienst übergeben, oder sie weist die Korrektur als lokal aus, womit die Abdeckung deutlich geringer ausfällt.
- Die Liste der Ersetzungen durchgehen Jede Zeile zeigt den ursprünglichen Ausschnitt, seine Korrektur und die Regelkategorie. Angezeigt werden höchstens vierzig Zeilen; die genaue Gesamtzahl steht in der Überschrift darüber.
- Kopieren, dann gegenlesen Die Schaltfläche „Korrigierten Text kopieren“ legt das Ergebnis in die Zwischenablage. Das Eingabefeld bleibt unangetastet, sodass sich beide Fassungen nebeneinanderhalten lassen.
Was Ihren Browser verlässt und wohin es geht
Die Anfrage geht an api.languagetool.org und transportiert genau zwei Felder: Ihren auf 19.000 Zeichen gekürzten Text und eine Sprachkennung. Die Seite fügt weder einen Dateinamen noch eine Kontokennung noch einen Verweis auf dieses Angebot hinzu. Wie jede Web-Anfrage gibt sie dem empfangenden Server allerdings Ihre IP-Adresse und die üblichen Kopfzeilen Ihres Browsers preis.
Dieser Server gehört nicht zu NexavoTools. Es ist der öffentliche Zugangspunkt des Projekts LanguageTool, eines quelloffenen Korrekturprogramms aus Deutschland, das mehrere Dutzend Sprachen abdeckt und dessen deutscher Regelsatz zu den am weitesten ausgebauten gehört. Betrieben wird der Dienst von seinem Herausgeber und unterliegt dessen eigener Datenschutzerklärung. Was dort protokolliert wird und wie lange, hängt folglich nicht von diesem Angebot ab, das an dessen Stelle auch keine Zusage machen kann.
Für ein vertrauliches Dokument hat das unmittelbare Folgen. Eine Vertragsklausel in laufender Verhandlung, ein Sitzungsprotokoll des Betriebsrats, ein Arztbrief, ein Schriftsatz mit Mandantendaten oder ein Kapitel einer Dissertation unter Sperrvermerk gehören nicht unverändert in dieses Feld: Anonymisieren Sie Namen und Beträge, oder verzichten Sie auf die Online-Prüfung. Wer personenbezogene Daten Dritter einfügt, gibt sie an einen weiteren Dienst weiter. Die vier übrigen Werkzeuge dieser Rubrik — Wortzähler, Schreibweisen-Umwandler, Blindtext-Generator und Textvergleich — senden überhaupt keine Netzanfrage; dieses hier ist das einzige des Satzes, das es tut.
Den lokalen Notbehelf erzwingen
Die Oberfläche bietet keinen Schalter zwischen den beiden Programmen: Der eingebaute Korrektor greift ausschließlich dann, wenn der Aufruf scheitert. Die Verbindung vor dem Klick zu trennen oder die Domain api.languagetool.org zu sperren, löst den Rückfall aus.
Dieser Notbehelf beruht auf einem festen Wörterbuch von 76 Einträgen, von denen 73 tatsächlich etwas verändern. Die Ersetzungen betreffen ganze Wörter, ignorieren die Groß- und Kleinschreibung und erhalten eine vorhandene Anfangsgroßschreibung; ein durchgehend groß geschriebenes Wort von mindestens zwei Buchstaben bleibt unangetastet, was Abkürzungen schützt. Die Liste selbst zielt auf häufige französische Schreibfehler wie „acceuil“, „developement“ oder „parmis“ — an einem deutschen Text findet sie deshalb so gut wie nichts. Ein Eintrag greift trotzdem: Das französische „ca“ steht darin, und die deutsche Abkürzung „ca.“ wird dadurch zu „ça.“. In Versalien geschriebenes „CA“ bleibt dank der Abkürzungssperre verschont.
Dazu kommt ein Durchgang über die Typografie: doppelte Leerzeichen zusammengezogen, ein überflüssiges Leerzeichen vor einem Komma entfernt, ein fehlendes nach einem Satzzeichen ergänzt, drei Punkte in ein echtes Auslassungszeichen umgewandelt, eine Großschreibung am Satzanfang wiederhergestellt. Diese Regeln folgen französischer Setzweise. Vor Semikolon, Doppelpunkt, Frage- und Ausrufezeichen wird ein geschütztes Leerzeichen eingefügt — das gewöhnliche U+00A0, nicht das schmale —, was im Deutschen falsch ist: Aus „Wir treffen uns um 9 Uhr; bitte pünktlich sein!“ wird „Wir treffen uns um 9 Uhr ; bitte pünktlich sein !“. Auch die Reparatur eines fehlenden Leerzeichens nach einem Punkt greift nur vor einer Auswahl lateinischer Großbuchstaben, in der Ä, Ö und Ü fehlen: „Satz.Der nächste“ wird getrennt, „Satz.Über allem“ nicht. Offline räumt diese Seite also Abstände auf und leistet darüber hinaus sehr wenig.
Eine automatische Korrektur wird gegengelesen
Es gibt keinen Bestätigungsschritt: Der erste Vorschlag wird übernommen, welcher es auch sei. Bei einem Eigennamen, einer Marke, einem Fachbegriff oder einem Zitat kann die Ersetzung den Text verschlechtern; da Ihre Ausgangsfassung im oberen Feld unangetastet bleibt, halten Sie beide nebeneinander, bevor Sie etwas veröffentlichen. Der Notbehelf verlangt dieselbe Sorgfalt, denn eine feste Ersetzungsliste kann einen Fehler nicht von einer bewussten Entscheidung unterscheiden und behandelt einen Fachbegriff wie einen Tippfehler. Weil er außerdem nach jedem Punkt mit folgendem Leerzeichen eine Großschreibung anhebt, wird aus „das gilt z. B. für alle“ ein „Das gilt z. B. Für alle“: Der Abkürzungspunkt gilt ihm als Satzende.
Was diese Seite nicht tut
LanguageTool selbst deckt mehrere Dutzend Sprachen ab, Deutsch eingeschlossen; diese Seite erkennt die Sprache Ihres Textes jedoch nicht. Die Anfrage trägt eine einzige, fest in der Seite hinterlegte Sprachkennung, und der Server wendet die Regeln dieser Sprache an, sonst keine. Ein Text in einer anderen Sprache kommt deshalb mit unsinnigen Korrekturen zurück statt mit einer Fehlermeldung. Darüber hinaus beurteilt der Korrektor weder den Aufbau noch den Stil noch die Wiederholungen, er prüft keine Zitierweise, und er öffnet keine Datei: Eine .docx oder ein PDF muss vor dem Einfügen in Text umgewandelt werden.
Häufige Fragen
Wohin geht mein Text genau, wenn ich die Prüfung starte?
An api.languagetool.org, als POST-Anfrage, mit zwei Feldern: dem auf 19.000 Zeichen gekürzten Text und einer Sprachkennung. Dieser Server gehört dem Projekt LanguageTool und nicht NexavoTools, und es gilt dessen eigene Datenschutzerklärung.
Kann ich einen vertraulichen Text prüfen, ohne dass er die Seite verlässt?
Nur, indem Sie den Aufruf scheitern lassen, denn eine Einstellung dafür gibt es nicht: Trennen Sie vor dem Klick die Verbindung oder sperren Sie die Domain. Dann übernimmt der lokale Notbehelf, beschränkt auf eine feste Ersetzungsliste und auf Typografie.
Was geschieht mit dem Teil jenseits von 19.000 Zeichen?
Er wird Ihnen wortgleich zurückgegeben, ohne geprüft worden zu sein. Auf dem Bildschirm weist nichts darauf hin, weshalb lange Dokumente besser von Hand aufgeteilt werden, bevor Sie sie einfügen.
Arbeitet die Prüfung in mehreren Sprachen?
LanguageTool, ein quelloffenes Projekt aus Deutschland, deckt mehrere Dutzend Sprachen ab. Diese Seite sendet jedoch bei jeder Anfrage dieselbe fest hinterlegte Sprachkennung und erkennt die Sprache Ihres Textes nie. Ein anderssprachiger Text wird am falschen Regelsatz gemessen und kommt mit sinnlosen Ersetzungen zurück.
Warum wurde ein richtiger Satz verändert?
Weil zu jedem erkannten Fehler der erste Vorschlag ohne Abwägung übernommen wird. Eigennamen, Fachjargon und bewusst gesetzte Wendungen sind die häufigsten Opfer. Vergleichen Sie mit dem Original, das im oberen Feld stehen bleibt, und nehmen Sie zurück, was danebengegangen ist.
Erkennt der lokale Notbehelf Grammatikfehler?
Nein, er führt keine grammatische Analyse durch: Er wendet eine feste Liste bekannter Schreibfehler und eine Reihe von Typografieregeln an. Ein falscher Kasus oder ein fehlendes Komma geht ungesehen hindurch. Außerdem überspringt er jedes durchgehend groß geschriebene Wort von mindestens zwei Buchstaben, weil er es für eine Abkürzung hält.
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