PDF: kostenlose Online-Tools
9 kostenlose Werkzeuge, lokal in Ihrem Browser verarbeitet.
Neun Werkzeuge teilen sich hier dasselbe Dateiformat, aber nicht dieselbe Mechanik, und genau dieser Unterschied entscheidet, welches davon Sie brauchen. Zusammenfügen, Teilen, Drehen und Signieren öffnen das Dokument mit pdf-lib und übernehmen die Seiten unverändert: Der Text bleibt markierbar, nichts wird neu codiert. PDF komprimieren in der Stufe Scan, PDF schützen und PDF → JPG gehen den anderen Weg über PDF.js. Dort wird jede Seite in ein Canvas gezeichnet, und die Ausgabedatei entsteht neu aus diesen Bildern. PDF → Word und die Texterkennung erzeugen überhaupt kein PDF, sie holen Text aus einem heraus.
Wer weiß, auf welcher Seite dieser Trennlinie ein Werkzeug steht, erspart sich die klassische Enttäuschung: ein Dokument, das zurückkommt und dessen Text sich nicht mehr kopieren lässt. Die folgenden Abschnitte trennen die Werkzeuge, die sich aus der Ferne ähneln, und zeigen, in welcher Reihenfolge Sie sie hintereinanderschalten.
Werkzeuge der Kategorie PDF
- PDF komprimieren — Verkleinern Sie ein PDF mit einstellbarer Stufe.
- PDF zusammenfügen — Mehrere PDFs in ein Dokument kombinieren, in Ihrer Reihenfolge.
- PDF teilen — Seiten extrahieren oder ein PDF in mehrere Dateien schneiden.
- PDF → Word — PDF-Text in ein bearbeitbares .docx umwandeln.
- PDF → JPG — Jede PDF-Seite als hochwertiges Bild exportieren.
- PDF schützen — Dokument mit einem Passwort sperren.
- PDF signieren — Unterschrift zeichnen und auf einer Seite platzieren.
- OCR — gescanntes PDF — Text aus einem Scan extrahieren, kopier- und durchsuchbar.
- PDF drehen — Ausrichtung aller oder einzelner Seiten korrigieren.
Welches Werkzeug für welche Aufgabe
Eine Datei, die für den E-Mail-Anhang zu schwer ist, ist ein Fall für PDF komprimieren. Mehrere Dokumente, die zusammengehören: PDF zusammenfügen übernimmt exakt die Reihenfolge der angezeigten Liste, die sich vor dem Start mit den Pfeilen verschieben lässt, ohne jede automatische Sortierung. Drei Seiten aus sechzig herauslösen oder einen Stapelscan in Einzeldateien zerlegen: PDF teilen mit seinen zwei Modi. Quer oder kopfstehend eingezogene Seiten: PDF drehen, das einen Seitenbereich annimmt und alle übrigen Seiten unangetastet lässt.
Ob sich der Inhalt weiterverwenden lässt, hängt allein davon ab, wie das Dokument entstanden ist. Ein PDF aus einer Textverarbeitung trägt eine echte Textebene, die PDF → Word ausliest, um daraus eine bearbeitbare .docx zu bauen. Ein PDF aus dem Scanner enthält nichts als Bilder, hier führt nur die Texterkennung weiter. PDF signieren setzt schließlich eine von Hand gezeichnete Unterschrift direkt ins Dokument: Sie zeichnen in ein Feld von 560 mal 160 Pixeln, der Strich wird automatisch auf seine eigenen Ränder zugeschnitten und an einer von sechs Positionen eingefügt, wahlweise 140, 190 oder 260 Punkt breit.
Ein praktischer Unterschied, der selten in der Beschreibung steht: Nur PDF zusammenfügen nimmt mehrere Dateien auf einmal entgegen. Komprimieren, Teilen, Drehen, Schützen und Signieren verarbeiten jeweils ein Dokument pro Durchgang, und das Signieren zusätzlich nur eine Seite pro Durchgang. Für die zweite Unterschrift laden Sie das eben erhaltene Ergebnis erneut hoch. PDF → JPG wandelt umgekehrt immer das gesamte Dokument um. Wer nur Seite vier als Bild braucht, löst sie zuerst mit PDF teilen heraus.
Komprimieren oder in Bilder umwandeln?
Beide Werkzeuge machen ein PDF leichter, aber nicht zum gleichen Preis. PDF komprimieren führt für die Stufen Maximal, Ausgewogen und Hohe Qualität Ghostscript aus, nach WebAssembly übersetzt und von der Website selbst ausgeliefert. Die eingebetteten Bilder werden neu abgetastet, Text und Vektorgrafik bleiben liegen, das Ergebnis bleibt also lesbar und für Suchmaschinen auswertbar. PDF → JPG gibt dagegen jede Seite als eigenes Bild aus, praktisch für eine Präsentationsfolie und unbrauchbar, sobald jemand das Dokument lesen oder darin suchen soll.
Die Stufe Scan liegt dazwischen: Sie rastert die Seiten, was alles plattmacht, den Text eingeschlossen. Heben Sie sie für Dokumente auf, die ohnehin schon Scans sind. Eine Sicherung sollte man kennen: Fällt die komprimierte Fassung schwerer aus als das Original, gibt Ihnen das Werkzeug das Original zurück und weist darauf hin. Ein PDF aus reinem Text hat nichts mehr abzugeben. Das Ghostscript-Paket von rund 16 MB wird beim ersten Aufruf geladen und danach aus dem Zwischenspeicher genommen, die Stufe Scan braucht es gar nicht.
Werkzeuge verketten, ohne in die Falle zu laufen
Die Reihenfolge entscheidet. Bei einem schief eingezogenen Scan drehen Sie zuerst und starten die Texterkennung danach, denn Tesseract liest geneigten Text schlecht. Die Texterkennung liefert eine .txt-Datei, kein durchsuchbares PDF. Ging es darum, den Scan selbst leichter zu machen, schicken Sie ihn anschließend durch die Kompression in der Stufe Scan. Bei einer Akte aus mehreren Quellen fügen Sie zusammen und komprimieren erst danach, nicht umgekehrt.
Unterschrift und Passwort stehen immer am Ende. PDF schützen baut das Dokument als Bilder neu auf, bevor es verschlüsselt wird, und von den Berechtigungen bleibt allein das Drucken offen. Das Passwort muss mindestens vier Zeichen haben, und es gibt keinen Wiederherstellungsweg: Notieren Sie es getrennt und behalten Sie das ungeschützte Original. Die auf pdf-lib gestützten Werkzeuge öffnen eine verschlüsselte Datei ohnehin nicht, die Verschlüsselung ist also tatsächlich das Ende der Kette.
Begriffe, die weiterhelfen, und übliche Irrtümer
Zwei Unterscheidungen klären die meisten Fälle. Ein Text-PDF trägt echte Zeichen, ein Bild-PDF nur Pixel. Das erste lässt sich nach Word wandeln, mit der Tastatur durchsuchen und gut komprimieren, das zweite braucht zuerst die Texterkennung. Meldet PDF → Word, es sei kein Text gefunden worden, ist die Diagnose damit gestellt. Die zweite Unterscheidung ist die Auflösung in dpi: Die Kompressionsstufen zielen auf etwa 96, 150 und 300 dpi, wobei 300 dpi die übliche Untergrenze für einen sauberen Druck sind.
Auf der Eingabeseite teilen sich die Bereichsfelder von Teilen, Drehen und Texterkennung eine einzige Schreibweise: Seitenzahlen und Intervalle, durch Kommas getrennt, nach dem Muster 1-3, 5, 8-10. Eine Zahl außerhalb des Dokuments wird dabei stillschweigend übergangen. Das Drehen ändert übrigens nur eine Zahl in der Seitenbeschreibung, statt Bilder neu zu codieren, und kostet deshalb keine Qualität. Der gewünschte Winkel addiert sich allerdings zu einer bereits vorhandenen Drehung, weshalb eine vom Scanner gedrehte Seite nach 90 Grad plötzlich auf dem Kopf steht. Und weil die seitenweise Verarbeitung im Arbeitsspeicher stattfindet, ist ein Dokument mit mehreren hundert Seiten leichter zu handhaben, wenn Sie es vorher teilen.